ÜMANV
Im Hinblick auf anstehende Großveranstaltungen
in Köln (Weltjugendtag
2005, Fußballweltmeisterschaft 2006 und evangelischer Kirchentag 2007)
erprobte die Kölner Feuerwehr ihr Konzept „ÜMANV-Massenanfall
von
Verletzten mit überörtlicher Hilfe“. Dies sollte im Rahmen einer
realistischen Übung am 20.11.2004 erprobt werden.

Die Einsatzkräfte wurden mit folgender Lage konfrontiert:
Explosion in einer Werkhalle der Firma Ford mit 260 Verletzen
Während die Werkfeuerwehr Ford
an dieser Übung nur fiktiv teilnahm,
übernahm die Berufsfeuerwehr Köln den Rettungsdiensteinsatz. Da solch
eine Einsatzlage nur mit Hilfe überörtlicher Kräfte bewältigt
werden kann, löste man das Stichwort „ÜMANV“ aus. Um den
Betrieb von 5 Behandlungsplätzen aufzunehmen, wurden Kräfte aus Köln,
Bonn, Euskirchen, Rhein-Sieg-Kreis und dem Rhein-Erft-Kreis angefordert.
Pro Behandlungsplatz konnten 50 mögliche Verletzte aufgenommen werden.

Es wurden 125 Rettungswagen (RTW) in die Übung integriert. Alle Patienten wurden real in fiktive Krankenhäuser transportiert, welche durch 11 Kölner Feuerwachen dargestellt wurden.
Neben den Kräften der Berufsfeuerwehr und den Hilfsorganisationen war auch die Freiwillige Feuerwehr in die Übung integriert. Die Löschgruppe Worringen führte den
„Bereitstellungsraum Rettungsdienst“
Diese Aufgabe wurde bisher keiner Freiwilligen Feuerwehr zugeteilt. Wir hatten die Aufgabe sämtliche Rettungsdienstfahrzeuge (RTW-Rettungswagen, KTW-Krankentransportwagen, 4TW-4 Tragewagen) aufzunehmen und anhand den Anforderungen der Behandlungsplätze, einzusetzen. Zwischenzeitlich war der gesamte Parkplatz gegenüber des Aqualandes mit Rettungsdienstfahrzeugen gefüllt.

Die Fahrzeuge wurden am Anfang des Parkplatzes aufgenommen. Zeitweise war die Flut der zu registrierenden Fahrzeuge so groß, das diese sich bis Weiler auf der Merianstr. aufstauten.

Die Registrierung und Koordination erfolgte in der „Meldebude“.

Über unsere „Funkbude“
wurden die Anforderungen der Behandlungsplätze für weiteres Rettungsdienstpersonal
aufgenommen und entsprechend weitergeleitet. Bei dieser umfassenden Aufgabe
wurden wir von drei Kollegen der LG Rodenkirchen unterstützt.
Diese Großübung war mit
ihren neuen und umfangreichen Aufgaben eine Herausforderung für uns alle,
die mit Bravour und viel Humor gemeistert wurde.
Die ÜMANV-Übung wird durch die Berufsfeuerwehr Köln einer Auswertung
unterzogen. Nach der Bearbeitung der Schwachpunkte soll noch vor dem Weltjugendtag
eine weitere Übung dieser Art in Köln stattfinden.